von Patrick Müller

Coulmy Bike – Longwy

Ende Juni stand in Mont St. Martin der 4. Wertungslauf zur EMT 6h Rennserie auf dem Programm. Yves Graglia und sein Club haben mal wieder einige Stunden in Streckenbau und Vorbereitung gesteckt. Dafür vielen Dank! Der erste Teil der Strecke war ähnlich den letzten Jahren. Die beiden schönen Steilabfahrten waren bei trockenen Bedingungen sehr gut zu fahren. Der Anstieg an der Autobahn war mal wieder pure Quälerei. Aber das wollen wir ja so. Nach dem Ekel-Anstieg folgten dann ein paar sehr schöne neue Trails – definitiv eine Bereicherung. Im Gegenzug wurde der zweite Teil der Strecke mit seinen schnellen Trails etwas gekürzt aber trotzdem um ein paar neue Sektionen ergänzt. In Summe war es eine sehr schöne und harmonische Strecke auf der sich scheinbar alle Teilnehmer wohlfühlten.

Apropos Teilnehmer – fast schon traditionell ist in Longwy das Teilnehmerfeld im Vergleich zu den anderen 6h Rennen recht klein. 50 Startplätze waren insgesamt an Teams und Einzelfahrer vergeben. Rund 180 Fahrer waren auf der schönen Runde unterwegs. Schade, dass nicht mehr Biker den Weg nach Mont St. Martin gefunden haben.

Für uns war der Tag mal wieder ein klasse Ausflug. Natürlich ging es darum Rennen zu fahren und das möglichst gut. Es ging aber auch darum ein bisschen Nicolas Abitur zu feiern und einfach Fun zu haben. Nach der Lernzeit und den Prüfungen kann Nicolas jetzt endlich wieder richtig angreifen. Diese Motivation war ihm schon in der ersten Runde anzusehen. Kurz vor der Wechselzone kündigte Sprecher Alain Thomas ihn schon als Führenden an - toller Start! In den nächsten Runden waren wir lange zwischen Platz 2 und 4 unterwegs. Die 3 Mannschaften auf diesen Plätzen lagen sehr nah beieinander. Leider war bei mir selbst nicht so viel Power auf dem Akku, sodass Jörg und Nicolas immer wieder meine Gurkenrunden wettmachen mussten.

Kurz nach der Hälfte des Rennens kam es dann zu einer wirklich kuriosen Szene. Irgendwo auf der Strecke glaubte ein Scherzkeks die Strecke individuell anpassen zu müssen. Nicolas fuhr seine Runde und stand plötzlich deutlich schneller als in den vorherigen Runden vor der Wechselzone und zwar als virtuell Führender. Ihm wurde die Situation schnell klar und er weigerte sich seinen Transponder zu registrieren – da ja unfair. Dabei geriet er fast in Streit mit dem Zeitnehmer und dem Moderator, blieb aber cool und verlangte nach seinem Dolmetscher. Die Geschichte war schnell aufgeklärt und Nicolas kehrte freiwillig zurück auf den Schluss-Loop um sich so wieder regulär einzuordnen. Als Vierter stand er dann wenige Minuten später erneut vor der Zeitnahme, weigerte sich aber erneut zu „piepen“. Es wollte erst noch die 5. und 6. platzierten Teams vorbeilassen, um auch wirklich jeden Vorteil für uns auszuschließen – Eine faire Geste wie ich finde! Diese wirklich lustige Szene kostete uns zwar erst mal ein paar Plätze, war für Nicolas und Jörg aber eine richtige Motivation. Während meine Kräfte zu Ende gingen drehten die beiden richtig auf und fuhren Platz um Platz weiter nach vorne. Ein furioses Finale gab es in der Schlussrunde. Nicolas konnte auf den letzten 5 km noch den 2. Platz in der Tageswertung erobern. Tolles Rennen von meinen beiden Teamkameraden! Kann mich diesmal nur bedanken J

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