von Patrick Müller

September Highlights #2: Verspäteter Frühstart beim Haldenrennen

Das zweite September Highlight war in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Phönix Riegelsberg hat sich nach tollen Kinderrennen in den letzten Jahren entschieden 2017 auch ein Erwachsenen-Rennen zu organisieren. TOP! Sehr gute Entscheidung, die sicher viele Sportler im Saarland gefreut hat, mich auf jeden Fall!

Entsprechend motiviert war ich für das erste Haldenrennen. Der Weg an die Startlinie war etwas umständlich aber durchaus spannend. Die Veranstaltung fand an einem Samstag statt, bekanntlich ja der große Trainingstag unserer MTB School. Beides war mir wichtig - also mal wieder Standardprogramm „Tanz auf allen Hochzeiten“. Der Zeitplan in Riegelsberg mit Start um 17.15 Uhr machte es möglich: Traininggruppe 1+2 von 13.00 bis 14.00 Uhr im Anschluss gleich Gruppe 3+4 bis 15.30 Uhr, danach direkt Rad ins Auto, Marmeladenbrot in den Mund und ab auf die Autobahn.

Noch während der Fahrt und dem provisorischen Mittagstisch die ersten guten News. Tobias Schuster konnte beim Haldenrennen in der U15 ein richtig gutes Rennen und vor allem sein volles Potenzial zeigen. Er führte lange Zeit das Rennen an und musste sich am Ende nur Seriensieger Jannik Scherer geschlagen geben. Tolle Leistung! Julius Klose verpasste fast schon ungewohnt den Sieg in der U9. Aber bei einem zweiten Platz in dieser starkbesetzten Altersklasse ist das jetzt wirklich schon Jammern auf sehr hohem Niveau. Silas Schuster belegte Platz 15 im Rennen der U9.

Blick auf die Uhr: 16.30 – Blick aufs Navi: 4min – Blick auf den Himmel: schwarz! Notiz im Geiste: Zum Start reichts locker – warmfahren muss bei dem Wolkenbruch aber nicht sein. Einigermaßen entspannt am Ziel (oder Start) angekommen geht’s gleich an die üblichen Vorbereitungen. Rad aus dem Auto, Klamotten an, Flaschen sortieren usw. usw. - Kennt ja jeder. Auf dem nassen Weg zur Anmeldung kommt mir Chefin Jutta hektisch entgegen, schnallt mir eine Startnummer an den Lenker, übernimmt meine Klamotten sowie meinen halben Hausstand und schickt mich eilig zum Start. Etwas verwundert und nicht ganz auf der Höhe des Geschehens rolle ich vor. „Da is er ja endlich, können wir jetzt los, schnattert das halbe Fahrerfeld vor Kälte so vor sich hin“. Ich stehe noch gar nicht richtig in der Reihe - PENG! Und los geht’s.

Irgendwie kommt mir das alles komisch vor, aber egal - erstmal Rennen fahren, dann dumme Fragen stellen. Der Blick auf die Uhr verunsichert mich aber trotzdem irgendwie - 16:49 Uhr zeigt der freundliche GARMIN. Es sollte doch erst um 17:15 losgehen? Naja egal – Rennen ist Rennen. Sechs Runden stehen in der Ausschreibung. Auf dem 5km langen Rundkurs ist eine vernünftige Einteilung gefragt. Die erste Runde nutze ich neben dem üblichen Einsortieren auch gleich zur Erkundung, volle Aufmerksamkeit also! Erkenntnis danach: Die Strecke ist anstrengend aber genial! Alles drin – eine richtige Mountainbike Strecke mit Höhenmeter, Trails, schnellen Abschnitten und einem richtig coolen kleinen Bikepark. Viel mehr Fahrspaß lässt sich kaum in 5km reinpacken. Tolle Auswahl! Die Vorfreude war absolut berechtigt. Selbst Matsch und Regen stören bei so einem Parcours nur wenig. Das Rennen macht richtig Laune, auch die Beine sind gut, was will man mehr?

Nach Runde 3 kommt dann die nächste Überraschung – EINE RUNDE NOCH tönt der Kräftige von der Seite. Kurz zweifle ich wieder an meinem Verstand - Uhrzeit, Rundenzahl alles irgendwie verquer. Egal! Besser zu kurz als zu lang, denk ich mir. So bleibt mir zumindest ein bitterer Einbruch erspart.

Im Ziel erkundige ich mich aber trotz allem Spaß über meine Ungereimtheiten. Ganz falsch waren meinen Erinnerungen nicht. Aufgrund des drohenden Unwetters hat der Kommissär kurzerhand eigenmächtig den Start vorgezogen und auch die Rennlänge „optimiert“. Unabhängig von der sonst tollen Veranstaltung und der sehr schönen Strecke ist das für mich ein Orga-NO-GO. Eine Startvorverlegung hab ich bis zu diesem Tag noch nicht erlebt. Gegenüber den super engagierten Veranstaltern, aber auch gegenüber den Sportlern sehe ich diese eigenmächtige Maßnahme als absolut unmöglich an! Eine Verschiebung nach hinten ist in der Regel schon nervig genug für alle Beteiligten, aber eine Vorverlegung geht einfach gar nicht. Die Begründung „Unwetter“ ist umso lustiger, hat doch zum Zieleinlauf dann endlich die Sonne geschienen ;-)

Vom eigenmächtigen Kommissär mal abgesehen war es ein richtig tolles Rennen und eine Bereicherung für den Rennkalender. Gratulation und Kompliment an die fleißigen Organisatoren und Helfer aus Riegelsberg – macht weiter so!

Ergebnisse 1. Haldenrennen:

Platz 2 Julius Klose U9
Platz 2 Tobias Schuster U15
Platz 3 Patrick Müller Sen1
Platz 15 Silas Schuster U9

 

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